Eine Akademie als Weiterentwicklung aus dem Netzwerk nesa
Schon von Beginn an ist es ein erklärtes Ziel die Entwicklung, welche mit nesa angebahnt wurde, nachhaltig zu verstetigen. Der Anspruch dabei ist kein Geringerer als die Region Oberfranken zu einem Kompetenzstandort für den Bereich der Klima- und Energietechnik weiterzuentwickeln. Seitens der Politik setzt man dabei vor allem auf das verstärkte Mitwirken der privaten Wirtschaft sowie einer Begleitung durch regionale wissenschaftliche Einrichtungen. In nesa bündeln sich diese beiden Kompetenzen in idealer Weise, weshalb auch sinnvollerweise auf diesen Strukturen weiter aufgebaut werden soll.
Deutschlandweites Aus- und Weiterbildungszentrum in Kulmbach
Am Donnerstag, den 3. Februar, hat der Kulmbacher Stadtrat folglich entschieden das gemeinsame Projekt „Technische Akademie für Klimaschutz und Energieeffizienz" tatkräftig und auch finanziell zu unterstützen. Der Landkreis steht dem Vorhaben ebenfalls sehr optimistisch zur Seite und überlegt, sich zusätzlich zu beteiligen. Die Entscheidung hierüber wird in der nächsten Kreistagsitzung gefällt.
Die Akademie soll vor allem den Bereich der Aus- und Weiterbildung in klima- und energietechnischen Fachrichtungen verbessern und zu einer deutschlandweiten Anlaufstelle dafür ausgebaut werden.
Ein ganzes Bündel von Maßnahmen
Das Projekt „Akademie" stellt eine mehrdimensionale Aufgabenstellung dar. So soll das Vorhaben letztendlich auf drei Pfeilern stehen. Zum einen ist es angedacht neben der Aus- und Weiterbildung ein „Schaufenster der Region" zu implementieren. Dabei wird eine Plattform für regionale Unternehmen geschaffen sich ganzjährig einer breiten Öffentlichkeit darzubieten. Vor allem klein- und mittelständischen Betrieben schafft man auf diese Art und Weise die Chance sich mit ihren Produkten präsentieren zu können.
Ein weiterer Baustein besteht darin die bisherigen Forschungsaktivitäten im Rahmen des Netzwerkes nesa einerseits zu verstetigen und andererseits kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auch hierbei liegt das angestrebt Ziel darin explizit Klein- und Mittelständlern eine attraktive Forschungslandschaft zu bieten, um so auch die Konkurrenzfähigkeit innovativer regionaler Unternehmen weiter auszubauen.
Im Zeichen einer nachhaltigen Entwicklung
Nach der Vorstellung des Vorhabens in der abendlichen Stadtratssitzung ist das ife - Institut für Energieeffizienz damit beauftragt worden innerhalb des nächsten halben Jahres einen Businessplan für die zukünftige Akademie zu erstellen.
Im Rahmen dessen gilt es verschiedene Verbände, Kammern und sonstige möglich Partner anzusprechen, mit dem Ziel diese in das Projekt zu integrieren. Erste Gespräche sind bereits erfolgreich geführt, weshalb das Projekt „Technische Akademie" bereits heute als sehr vielversprechend für eine Weiterentwicklung der Region gesehen wird.
Die größte Herausforderung wird es jedoch sein, das Projekt auf dauerhaft wirtschaftlich selbsttragende Beine zu stellen. Darin liegt der Schlüssel einer nachhaltigen Entwicklung für die Region und darin liegt auch die Hauptaufgabe der nächsten sechs Monate für das ife - Institut.